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Die Starkenburg, weithin sichtbar auf einem Bergkegel nördlich von Heppenheim gelegen, soll auf einen vorrömischen Ringwall zurückgehen. Um 1065 erbaute die Abtei Lorsch hier eine Befestigung. Sie war die früheste Höhenburg an der Bergstraße und von besonderer strategischer Bedeutung für die Region. Zur Mitte des 13. Jahrhunderts kam sie in den Besitz des Erzstifts Mainz und verblieb dort mit einigen Unterbrechungen, bis sie dann zu Beginn des 19. Jahrhunderts an Hessen überging. Ab dem 18. Jahrhundert ist sie allmählich verfallen, aber seit dem späten 19. Jahrhundert ist man um ihre Erhaltung und Wiederherstellung bemüht.


Die Mauern der unregelmäßigen, langrechteckigen Kernburg stammen aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Burganlage ist durch einen schmalen Zwinger geschützt, nach Süden ist zusätzlich ein breiter äußerer Zwinger vorgelagert. Bis in das 17. Jahrhundert hinein wurden die Befestigungsanlagen umgebaut und verstärkt. Der hohe Bergfried im Westen am Eingang zum inneren Burghof wurde bis 1930 errichtet und ist dem ehemaligen in der Mitte des Hofes nachempfunden. Eingemauert ist hier eine Platte mit zwei Delphinen, 16. Jahrhundert, die wohl von der Zisterne stammt.

In den fünfziger Jahren entstanden in der Nordwestecke die Gebäude der Jugendherberge. Drei Rundtürme auf den Ecken der Kernburg sind erhalten bzw. erneuert, ebenso die Türme der Zwingeranlagen. Von dieser imposanten mittelalterlichen Befestigungsanlage hat man einen hervorragenden Blick über die Rheinebene und entlang der Bergstraße.