Supermonde

Di. 14Apr.2026

Beginn: 20:00 bis 21:00

Was ist daran viral, und was ist real?
Dr. Elmar Schmidt, SRH University Heidelberg

Supermonde - was ist viral, was ist real?
Dr. Elmar Schmidt, Ruheständler der SRH University Heidelberg 
 
Der Begriff "Supermonde" kam erst vor etwa 15 Jahren in die Welt. Verdächtig daran ist, dass es kein Astronom, sondern ein Astrologe war, der ihn prägte. Damit gemeint sind hauptsächlich Vollmonde, welche der Erde besonders nahe stehen und dann größer und heller erscheinen als sonst. Dieser Umstand ist zwar nicht in Abrede zu stellen, trifft aber auf das Problem, ob das mit bloßen Augen und ohne Vergleichsobjekte so empfunden wird. Dass dies schon bei der scheinbaren Mondgröße fraglich ist, wird zur Diskussion gestellt. Ganz zu Hause ist der Referent als Physiker beim Thema der Helligkeit des Mondes. Damit hat er sich nämlich seit über zwanzig Jahren messtechnisch befasst, was kein einfaches Unterfangen ist. In seinem Vortrag wird dazu die umfangreichste bodengebundene Messreihe über alle Mondphasen gezeigt. Zur Vollmondphase hin fällt in ihr ein deutlich überlinearer Helligkeitsausbruch auf. Dieser sog. Oppositionseffekt ist stärker als die geometrischen Effekte und kompensiert sogar die Anfangsphase einer Halbschattenverfinsterung. Letzteres ist ein neues Ergebnis aus der langjährigen Photometrie von Mondfinsternissen durch den Referenten. Für einen wirklich extrem hellen Supermond reichen deshalb Nahstellungen des Vollmonds zur Erde sowie übrigens auch zur Sonne nicht aus, vielmehr muss er auch den Erdschatten streifen.
 
In einem Vorspann zeigt der Referent einige Bilder und das Ergebnis seiner vierten Hawaii-Reise zur Totalen Mondfinsternis am 3. März.
 

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