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02.06.2004
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Der 8. Juni 2004 ist ein Dienstag, aber kein gewöhnlicher Dienstag. Astronomen, Profis und Amateure und Millionen von Schaulustigen in vielen Ländern der Welt warten gespannt auf ein besonderes Ereignis. An diesem Tag wandert unser nächster Nachbarplanet, die Venus, als kleiner schwarzer Punkte über die Sonnenscheibe. Venusdurchgänge sind sehr, sehr selten. In 243 Jahren finden sie nur vier Mal statt. Seit der Erfindung des Fernrohrs Anfang des 17. Jahrhunderts konnten Astronomen nur 5 Venusdurchgänge beobachten. Der letzte Venusdurchgang fand am 6. Dezember 1882 statt. Damit hat kein heute lebender Mensch dieses Himmelsschauspiel gesehen. Wer den Durchgang diesmal verpasst, hat am 2012 eine zweite Chance. Allerdings nicht in Europa. Danach findet der nächste Transit erst wieder im Jahr 2117 statt. Venusdurchgänge erfolgen in einem ziemlich regelmäßigen Rhythmus: normalerweise treten sie paarweise in einem Abstand von 8 Jahren auf. Dann dauert es 105,5 Jahre bis zum nächsten Paar und danach weitere 121,5 Jahre, bevor sich der Zyklus wiederholt. Gelegentlich gibt es aber nur einen Durchgang, anstatt eines Paares. So wird dem Transit am 18. Dezember 3089 acht Jahre später kein zweiter folgen. Auch im 14. Jahrhundert gab es nur einen Durchgang. Der bevorstehende Transit am 8. Juni dürfte zu den meistbeobachteten astronomischen Ereignissen gehören. Um 07:20 MESZ berührt die Venus von links kommend den unteren Sonnenrand. Nach etwa 20 Minuten befindet sie sich vollständig innerhalb der Sonnenscheibe und wandert langsam weiter auf den rechten Sonnenrand zu. Diesen erreicht sie um 13:04 MESZ. 19 Minuten später, um 13:23 MESZ, ist das Ereignis vorbei. Die Starkenburg-Sternwarte lädt aus diesem Anlass zu einer öffentlichen Beobachtung des Schauspiels ab 8:30 ein. Warnung: Niemals ohne ausreichende Schutzmaßnahen in die Sonne blicken. Erblindung bzw. schwere Augenschäden sind die Folge. Wie bei einer Sonnenfinsternis müssen geeignete Filter verwendet werden. Flaschenböden oder berußte Scheiben sind unbrauchbar. Die Finsternisbrillen aus dem Jahr 1999 können auf jeden Fall verwendet werden, wenn sie unbeschädigt sind. Die sicherste Methode ist die Projektion der Sonne auf eine weiße Fläche wie etwa ein Blatt Papier oder einen Karton.
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