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In letzter Zeit tummeln sich im Internet immer mehr "Geschäftsleute", die Sterne "verkaufen" oder "taufen". Diese Organisationen bezeichnen sich meist als Space Registry oder Star Registry und verlangen oft beachtliche Beträge für eine Urkunde oder ähnliches. Jedoch ist der einzige Gegenwert, den Sie für Ihr Geld erhalten, das Papier der Urkunde. Keine dieser Firmen hat das Recht, Gestirne zu benennen, zu taufen oder gar zu verkaufen. Die einzige Organisation, die weltweit anerkannt ist für die Benennung von Gestirnen, ist die Internationale Astronomische Union (lAU) und diese benennt nicht gegen Bezahlung, sondern nach international anerkannten Regeln. Nach diesen Regeln bekommen Sterne keine Namen mehr, sondern nur noch Katalognummern. Asteroiden werden von den Entdeckern getauft und Kometen erhalten automatisch den Namen der Entdecker. Falls Sie nicht wissen sollten, wohin mit Ihrem Geld, dann spenden Sie es lieber für einen guten Zweck, bevor Sie es bei dubiosen Geschäftemachern gegen ein Stückchen wertloses Papier eintauschen. Es gibt viele gemeinnützige Vereine, die mit dem Geld wissenschaftliche Projekte fördern, wie zum Beispiel die Starkenburg-Sternwarte e.V. Heppenheim. Die Starkenburg-Sternwarte ist als besonders förderungswürdig anerkannt. Sie können somit Ihre Spende als Sonderausgabe von Ihren Steuern absetzen. Wenn sie trotz dieser ernüchternden Sätze Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner ein "himmlisches" Geschenk machen möchten, dann hätten wir eine Idee: Es ist bereits fast jeder Vorname (vor allem die weiblichen) als Asteroid am Himmel verewigt. Diese Namen schlummern nicht nur auf irgendwelchen Festplatten von privatrechtlichen Geschäftemachern, sondern sind durch die Internationale Astronomische Union weltweit anerkannt und bei den Astronomen an allen Sternwarten in Benutzung. Weitere Informationen zum Thema Benennung von Sternen.
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