Hydrothermalquellen im äußeren Sonnensystem?

Di 13Dez2016

Beginn: 20:00

Die Raumsonde Cassini erforscht den spektakulären Saturnmond Enceladus
Dr. Frank Postberg, Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg

Seit sich die Raumsonde Cassini in einem Orbit um Saturn befindet, ist dessen bemerkenswerter Eismond Enceladus in den Fokus der Wissenschaft gerückt. 2005 entdeckten Cassinis Instrumente gewaltige Fontänen aus Eispartikeln und Gas. Diese schießen aus stark erwärmten Öffnungen in einem Grabensystem am Südpol des Mondes hunderte Kilometer in die Höhe. Seitdem wurde vermutet, dass sich ein Ozean unter dem -200°C kalten Eispanzer verbirgt und dass Enceladus’ „Cryo-Vulkanismus“ von flüssigem Wasser gespeist wird. In den letzten Jahren konnten Cassinis Instrumente diesen Ozean tatsächlich nachweisen und inzwischen geht man davon aus, dass sogar hydrothermale Aktiviät am Grund des Ozeans stattfindet. Somit steigt Enceladus in der kurzen Liste der Himmelskörper in unserem Sonnensystem auf denen man Leben finden könnte auf einen Spitzenplatz.

Dr. Frank Postberg erforscht seit 2004 mit Cassini vor allem die Zusammensetzung der Eispartikel in den Saturnringen und von Enceladus’ Eisvulkanen, hat aber auch fundierte Einblicke in die neuesten Resultate anderer Cassini - Forscherteams. Der Planetologe studierte Chemie und Physik leitet am Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg als Privatdozent eine Forschungsgruppe.

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Über Matthias Busch

VHS-Kurs 1982 (Alfred) und 1983 (Holger Mandel), Mitglied ab 1985, Kleinplanetenbeobachter, momentan Geschäftsführer
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